2002 - Unterstützung eines Kindergartenprojektes in Gambia

1998 wurde der "Kindergarten Leipzig in Gambia e. V." gegründet. Der Verein hatte das Ziel einen Vorschulkindergarten in Gambia zu bauen. 1999 erfolgte dafür die Grundsteinlegung in dem Dorf Mandinaba.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte die Initiatorin des Projektes die Arbeit nicht mehr weiterführen. Der Kindergarten müsste also geschlossen werden. Aus diesem Grunde hat sich am 29.05.2001 der "Dindingo e. V." in Erfurt gegründet.

Vorschulerziehung

Kindertagesstätten und Programme frühkindlicher Erziehung fördern den Sozialisationsprozess. Hinzu kommt, dass Kinder, die eine Vorschule (Die gambianische Einrichtung kann man mit einem deutschen Kindergarten nicht vergleichen. Dort spricht man von einer Vorschule) besuchen, der Schule gegenüber insgesamt positiver eingestellt sind. Frühe Einschulung kann zu Chancengleichheit beitragen, indem sie hilft, die anfänglichen Hürden der Armut, sozialer und kultureller Benachteiligung zu überwinden. Zusätzlich ermöglicht der Zugang zu Vorschuleinrichtungen den Müttern am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen. Leider haben besonders in den Entwicklungsländern oftmals nur Privilegierte Zugang zu institutioneller Vorschulerziehung.

Da Gambia bis 1970 eine englische Kolonie war, gilt Englisch als Amtssprache. Schon mit der Einschulung in die Primary School werden die Kinder in Englisch unterrichtet. Um ihnen den Schulbeginn zu erleichtern, lernen sie (zwischen 3 und 7 Jahren) schon in der Vorschule Englisch. Sie werden von einheimischen Lehrer/-innen und Erzieher/-innen außerdem in Schreiben, Koran, Rechnen, Musik, Tanz, Hygiene sowie ihrer Muttersprache unterrichtet.

Derzeit wird die Einrichtung von 124 Kindern besucht, d. h. 60 Kinder lernen in jeweils einem Klassenraum. Um allen Kindern (Jungen und Mädchen) des Dorfes die Möglichkeit eines kostenlosen Schulbesuches geben zu können, müssen Lehrergehälter bezahlt werden. Da die Lernerfolge in den überfüllten Klassen nicht zufriedenstellend sind, wird Geld für den Bau eines zweiten Schulgebäudes mit integrierter Krankenstation für die gesamte Dorfgemeinschaft benötigt. Weiterhin sollen ein Brunnen und ein Spielplatz errichtet werden. Da die Lehrerausbildung in Gambia sehr mangelhaft ist, soll versucht werden Praktikantinnen und Praktikanten an den Kindergarten zu vermitteln.