Bildungsstätte Fuchsfarm

Rotes Haus im Wald.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Lernort Natur

Logo, Weltdekade der Vereinten Nationen 2005 - 2014, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Offizielles Projekt 2014
Foto: Logo der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – Offizielles Projekt der Weltdekade 2014

Umweltbildung in der Stadt

Im urbanen Umfeld ist Umweltbildung besonders wichtig und wird rege nachgefragt. Es geht um die Heranführung an die Natur, unsere natürlichen Lebensgrundlagen.

Die Nachfrage im „NaturErlebnisGarten Fuchsfarm“ vom Fuchs ist nur der Name und das Maskottchen geblieben – ist groß und nimmt stetig zu (15.000 Besucher pro Jahr).

Es wird die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Fragen in unserer Gesellschaft gesucht. Nachhaltiges Wirtschaften, Gerechtigkeit, Ressourcenverteilung und -verwendung, erneuerbare Ressourcen, Peak Oil, Biologische Vielfalt, Klima- und Umweltschutz sind dabei nur einige Aspekte.

Diese lassen sich sowohl spielerisch als auch ganz pragmatisch im Wald und der Natur erfahren.

Die Umweltbildungseinrichtung am Rand des Waldes wird seit 1994 durch die Stadt Erfurt betrieben. Hauptzielgruppe sind Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen bis Klasse 6. Es gibt jedoch auch Angebote für Berufsschulen, Studierende und Erwachsene allgemein.

Zwei Naturpädagogen, ergänzt durch Mitarbeiter im Freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD), zeichnen für die zahlreichen Angebote verantwortlich.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die UN-Dekade der "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) wird regelmäßig aufgegriffen und innerhalb der einzelnen Programme und Projekte im Sinne einer ganzheitlichen Bildung in Erfurt mit Leben gefüllt.

Die globale Dimension des eigenen Handelns, der Nachhaltigkeitsgedanke im persönlichen Umfeld und die Auswirkungen von Entscheidungen im täglichen Leben werden verdeutlicht. In diesem Rahmen stehen somit die "Lebensfähigkeit" und soziale Kompetenzen im Mittelpunkt.

Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade

Die Deutsche Unesco-Kommission hat den "NaturErlebnisGarten Fuchsfarm" 2014 als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

„Die Fuchsfarm zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Die Bildungsstätte im 20. Jahr

Das Foto zeigt den Aufruf zu einem Malwettbewerb unter dem Motto: Schlumpi sucht eine Frau. Diese Aussage bezieht sich auf die Holzskulptur, welche mit einem weiblichen Gegenstück zu einem Paar ergänzt werden soll.
Foto: Geschichten- und Malwettbewerb Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Auf eine äußerst erfolgreiche Bilanz können die Protagonisten der Bildungsstätte im Jahr 2014 verweisen. Ein herausragendes Ereignis war das 20-jährige Jubiläum, welches unter großem Besucherzuspruch gefeiert werden konnte.

Aus diesem Anlass wurde zu einem großen Mal- und Geschichtenwettbewerb aufgerufen, welcher sich dem Maskottchen Fuchs "Schlumpi" widmen sollte. Die Vielzahl der Einsendungen stellte die Jury vor eine große Herausforderung, die Sieger aus der umfangreichen Auswahl hervorragender Beiträge zu benennen.

Zum Familientag am 22. Juni 201 4 konnten die Gewinner auf der Fuchsfarm prämiert werden.

Das Foto zeigt Demonstrationsstände vor der Holzwerkstatt der Umweltbildungsstätte während des Familientages. Viele Eltern und Kinder stehen dicht gedrängt, um den Mitarbeitern bei der Holzbearbeitung zuzuschauen und selbst mitzubasteln.
Foto: Familientag auf der "Fuchsfarm" Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Daneben wurden tolle Ausstellungen, Pflanzentauschbörse, Honigschleudern, Fußballern mit "Spirit of Football", Stockbrot, "verrücktes" Eis, Naturbasteln und Holzwerkeln angeboten.

Nach Fuchs "Schlumpi" wurde eine zweite Holzskulptur auf dem Gelände installiert, Fuchsfrau "Ella".
Foto: Tag der offenen Tür - Fuchsfrau "Ella" übernimmt ihr Revier Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Schlumpi sucht eine Fuchsfrau

So hieß es schließlich in Vorbereitung des Tages der offenen Tür, welcher im September 2014 erneut zahlreiche Interessierte zur "Fuchsfarm" locken sollte. Für die neue Holzfigur wurde um jede Menge Spenden geworben. Allen Spendern nochmals recht herzlichen Dank. Die Enthüllung war ein echtes Highlight. Und den Namen unserer Fuchsdame konnten die Kinder mit ihrer Stimme wählen. So steht an der Seite unseres vertrauten "Schlumpi" nun die Fuchsfrau namens "Ella".

Weiterhin gab´s noch jede Menge andere Höhepunkte. Ein Trommelbastelworkshop mit anschließender Trommelpremiere, Marmeladentauschbörse, Bienenwachsspektakel und Honigverkostung, Nistkastenbau u. v. a. m.

Das Foto zeigt eine Theatervorführung im Gelände der Umweltbildungsstätte zu einem Nachhaltigkeitsthema. Um die Bühne herum, wo ein Schauspieler agiert, sitzen viele Kleinkínder, welche sich intensiv am Geschehen beteiligen.
Foto: Theaterprojekt auf der "Fuchsfarm" Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Talking Wood

Ein überwältigender Erfolg wurde das Mitmachtheater "Talking Wood". Im Rahmen von "Wie viele Worte braucht der Mensch?" dem diesjährigen Motto der Kulturdirektion Erfurt wurde ein Naturtheaterclownspektakel der besonderen Art initiiert, das nicht nur "kleine" Fans fand.

Erzählbeere and Friends erzählten von der Sprache der Bäume, wie sich Pflanze und Tier verständigen und was der Mensch dabei für eine Rolle spielt. Verstehen wir uns überhaupt selbst? Was quatschen die Erwachsenen denn da die ganze Zeit? Warum schauen wir immer nur auf Displays statt mal in den Himmel oder auf die Wiese?

Die beiden Hauptakteure, Juliane Kolata und Andi Schulze, nahmen die Zuhörer mit auf eine lustige und spannende Reise mit vielen interessanten Neuigkeiten für Kinder und die ganze Familie.