Gedenkstättenfahrten zu Orten der Vernichtung in Polen. Durchführung, Vor- und Nachbereitung

08.09.2020 09:30 – 08.09.2020 15:30

In der eintägigen Fortbildung setzen sich die teilnehmenden Lehrkräfte mit der Frage nach Möglichkeiten und Grenzen von Gedenkstättenfahrten auseinander, sie erhalten Informationen zur Programmorganisation vor Ort sowie konkrete Vorschläge zur Vor- und Nachbereitung.

In der rechten Bildhälfte Gruppe mit Kopfhörern, in der linken Bildhälfte steht eine ältere weibliche Person vor einer Tafel. Im Hintergrund ein Tor mit Schriftzug "Arbeit macht frei" und eine Backstein-Baracke
Bild: © Stadtverwaltung Erfurt
08.09.2020 15:30

Gedenkstättenfahrten zu Orten der Vernichtung in Polen. Durchführung, Vor- und Nachbereitung

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne
Veranstaltungsort Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt

Fortbildung für Lehrkräfte und Multiplikatoren (Thillm-Nr. 218110102)

Gemeinsam mit der Bethe Stiftung fördert das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Gedenkstättenfahrten zu ehemaligen Orten der nationalsozialistischen Vernichtung in Polen. Die Fördermöglichkeiten des Ministeriums stehen allen weiterführenden Schulen in Thüringen ab Klasse 9 offen.

Als außerschulische Lernorte können Gedenkstätten ein großes Potenzial entfalten. Sie können zu einer reflektierten historisch-politischen Urteilsbildung ermutigen, Zivilcourage stärken und das

Lernen aus der Geschichte für eine gemeinsame europäische Zukunft fördern. Dazu sind eine fachlich fundierte Durchführung und eine entsprechende Vor- und Nachbereitung notwendig. Deshalb werden in der Fortbildung die Möglichkeiten und Grenzen von Gedenkstättenfahrten beleuchtet. Die Teilnehmenden erhalten Informationen zur Programmorganisation vor Ort, konkrete Vorschläge zur vor- und nachbereitenden Projektarbeit am Erinnerungsort Topf & Söhne und zum Antragsverfahren.

In Ergänzung dazu wollen wir die Fortbildung nutzen, um den Erinnerungsort Topf & Söhne als außerschulischen historisch-politischen Lernort kennenzulernen. Die teilnehmenden Lehrkräfte werden informiert über die pädagogischen Angebote, um eine Gedenkstättenexkursion am Erinnerungsort Topf & Söhne vor- und/oder nachzubereiten. Auch wird in diesem Kontext die aktuelle Ausstellung Die Mädchen von Zimmer 28, L 410 Theresienstadt  vorgestellt, die noch bis Januar besichtigt werden kann. Die Ausstellung ermöglicht einen exemplarischen Einblick in die Erfahrungen und den Selbstbehauptungswillen der im Ghetto Theresienstadt Inhaftierten, zu denen auch fast 500 Menschen aus Erfurt und Thüringen zählten. Für viele der Deportierten wurde das Ghetto zur Durchgangsstation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Die Fortbildungen, die seit vier Jahren in Kooperation von Erinnerungsort Topf & Söhne, Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien durchgeführt werden, zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben inhaltlichen Input die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion aktueller Fragestellungen geben.

In Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien