Neue Ausstellung "konkret in Thüringen" zeigt Malerei, Grafik, Skulptur, Objekte und Fotografie in der Peterskirche

Das Bauhaus und die De-Stijl-Bewegung hatten gut im Thüringen vorgelegt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war es aus politisch-ideologischen Gründen auf dem Territorium der DDR und somit auch des heutigen Freistaats Thüringen kaum möglich, an die Traditionen europäischer gegenstandsloser Vorkriegskunst anzuknüpfen, dennoch lässt sich für Thüringen eine Tradition der Konkreten Kunst belegen: Ende der 1940er Jahre entwickelt Thomas Schwarz seine ersten, einzig aus geometrischen Elementen bestehenden Malereien; dieser konstruktiv-konkreten Formensprache blieb er bis zu seinem Tod 2014 treu. Karl Heinz Bastians schuf ab der Mitte der 1960 Jahre konkrete Malereien, Helmut Senf folgte im skulpturalen Bereich ebenso wie Uta und Horst Feiler mit Aufträgen zur Kunst am Bau, Ralph Eck erweiterte das Spektrum der Konkreten Kunst in Thüringen ab Mitte der 1980er Jahre. Bis heute lassen sich für den Thüringer Raum viele weitere Beispiele ergänzen.
Die Ausstellung erkundet den aktuellen Stand der konkret-konstruktiven Kunst in Thüringen, dazu sind Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die ihren Lebens- und Arbeitsraum in diesem Bundesland haben.
In der Ausstellung sind folgende Künstlerinnen und Künstler vertreten: Izabela Bick Baginski, Pawel Baginski, Karl Heinz Bastian, Marianne Conrad, Ralph Eck, Horst Feiler, Uta Feiler, Rüdiger Franke, Kerstin Gnauck, Robert Krainhöfner, Karl-Friedrich Krohn, Thomas Lindner, Goran Matosevic, Mechthild Oehler, Ulf Raecke, Thomas Schwarz, Gudrun Wiesmann und Harald Zilly.
Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 8. Mai, 19 Uhr, statt. Öffentliche Führungen werden am Sonntag, dem 7. Juni und am Sonntag dem 28. Juni jeweils 11 Uhr angeboten.