Preis der Lutherstädte „Das unerschrockene Wort“

18.05.2020 09:13

Alle zwei Jahre wird von den Lutherstädten Deutschlands der Preis „Das unerschrockene Wort“ verliehen. Ausgezeichnet werden Menschen, die bereit sind, „für unerschrockenes Auftreten Unbill in Kauf zu nehmen“, so wie seinerzeit Martin Luther, der sich 1521 während des Reichstags zu Worms vor Kaiser Karl V. für seine innere Überzeugung verantworten musste. Persönlichkeiten also, die – in heutiger Diktion – Zivilcourage gezeigt, „in Wort und Tat für die Gesellschaft, Gemeinde, den Staat bedeutsame Aussagen gemacht und gegenüber Widerständen vertreten haben“, wie es im Preisstatut heißt. Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Wormser Reichstag“ wird die 13. Preisverleihung am 24. April 2021 in Worms stattfinden.

Aufruf zu Nominierungsvorschlägen aus Erfurt

Die Erfurter Bürgerinnen und Bürger werden dazu aufgefordert, Vorschläge für potentielle Preisträger/-innen einzureichen. Der Stadtrat wird entscheiden, welche Nominierung in die Jury der Lutherstädte eingebracht wird, in der der Beigeordnete für Kultur und Stadtentwicklung, Dr. Tobias J. Knoblich, die Landeshauptstadt Erfurt vertritt.

Die Vorschläge mit entsprechender Begründung sind bis 31.08.2020 an die Stadtverwaltung Erfurt, Dezernat Kultur und Stadtentwicklung, 99111 Erfurt oder per E-Mail an unten genannte Adresse zu richten. Die vorgeschlagenen Personen müssen nicht aus Erfurt stammen oder dort gewirkt haben.

Die 16 Lutherstädte, die gemeinsam die Auszeichnung vergeben, sind Wittenberg, Magdeburg, Torgau, Eisleben, Halle und Zeitz in Sachsen-Anhalt, Eisenach, Schmalkalden, Erfurt und Nordhausen in Thüringen, Coburg und Augsburg in Bayern, Worms und Speyer in Rheinland-Pfalz sowie Marburg (Hessen) und Heidelberg (Baden-Württemberg). Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde zuletzt 2019 an die Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş verliehen. Die 55-jährige Berlinerin mit türkisch-kurdischen Wurzeln kämpft für die Rechte muslimischer Frauen, für einen liberalen Islam und gegen politisch-religiösen Extremismus in Deutschland und Europa.

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