Hitzebedingte Notfälle und Warnzeichen

Extreme Hitze kann die Gesundheit gefährden. Nehmen Sie Warnzeichen ernst und informieren Sie sich über Ursachen, Symptome und Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Mann stützt sich an Hauswand ab
Foto: © maridav/123RF

Hitzschlag

Junger Mann am Strand greift sich an den Hopf
Foto: © Ermolaev Alexander Alexandrovich/123RF

Wenn der Körper mehr Wärme aufnimmt, als er abgeben kann, gerät die Körpertemperatur außer Kontrolle. Bei so einem Hitzschlag steigt die Körpertemperatur in kurzer Zeit auf bis zu 41 °C.

Warnzeichen sind eine extrem hohe Körpertemperatur, eine heiße, rote und trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, ein starkes Durstgefühl, Verwirrtheit, Krampfanfälle und ein eingetrübtes Bewusstsein bis zur Bewusstlosigkeit.

Ein Hitzschlag ist lebensgefährlich! Rufen Sie sofort einen Arzt. Bis zum Eintreffen des Arztes bringen Sie die betroffene Person an einen kühlen, schattigen, luftigen Ort, lockern Sie die Kleidung und geben Sie – wenn möglich – zu trinken oder kühlen Sie durch feuchte Umschläge.

Hitzekollaps

Älterer Mann kühlt seinen Kopf
Foto: © stylephotographs/123RF

Bei extremer Hitze kann es zu einer kritischen Blutdrucksenkung kommen, weil eine vermehrte Durchblutung der Haut stattfindet, um Wärme abzugeben. Wenn die Hirndurchblutung so weit vermindert ist, dass es zu kurzfristiger Bewusstlosigkeit führt, spricht man von Hitzekollaps.

Rufen Sie sofort einen Arzt. Bis zum Eintreffen des Arztes bringen Sie die betroffene Person an einen kühlen, schattigen, luftigen Ort, lockern Sie die Kleidung und geben Sie salzhaltige Flüssigkeit in kleinen Portionen.

Hitzeerschöpfung

Wird der Wasser- und Salzverlust des Körpers nicht ausgeglichen, entstehen zunehmende Schwäche, Muskelkrämpfe, Übelkeit, Schwindel, Fieber und Verwirrtheit. Meist können sich Betroffene selbst helfen, indem sie sich abkühlen, ausruhen und elektrolythaltige Getränke trinken. Verschlimmern sich die Symptome oder halten trotz der Maßnahmen länger als eine Stunde an, ist ärztliche Hilfe zu holen.

Sonnenstich

Junger Mann mit Sonnenstich
Foto: © praewpailyn/123RF

Scheint die Sonne ungehindert auf den Kopf, kann das zu einer entzündeten Hirnhaut und angeschwollenem Hirngewebe führen. Warnzeichen sind starke Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Erbrechen und ein eingetrübtes Bewusstsein.

Rufen Sie bei starken Symptomen einen Arzt. Bis zum Eintreffen des Arztes bringen Sie die betroffene Person an einen kühlen, schattigen, luftigen Ort, lockern Sie die Kleidung und nutzen Sie kühlende, feuchte Tücher.

Allgemeine Empfehlung

Die Hand einer jüngeren Frau hält die Hand einer älteren Frau und versucht ihr aufzuhelfen.
Foto: © Africa Studio/Fotolia

Treten folgende Symptome auf, sollten Sie den Rettungsdienst bzw. Notarzt alarmieren:

  • heftige Kopfschmerzen
  • unstillbares Erbrechen
  • sehr hohe Körpertemperaturen (über 39 °C)
  • plötzliche Verwirrtheit
  • Krampfanfall
  • Bewusstseinseintrübung
  • Kreislaufschock
  • Bewusstlosigkeit

Sonnenbrand

Eine Familie und weitere Menschen stehen vor dem Eingang des Erfurter Nordbad.
Foto: © SWE Stadtwerke Erfurt GmbH

Sonnenbrand ist eine durch UV-Licht hervorgerufene Verbrennung. Typische Symptome sind eine gerötete und schmerzende, teilweise auch juckende Haut. Bei schwereren Verbrennungen können sich außerdem Blasen bilden. Ein Sonnenbrand hinterlässt zwar nur selten sichtbare Spuren, unsere Haut merkt sich jedoch jede Verbrennung. Neben Hautkrebs kann zu häufiges Sonnenbaden noch weitere negative Konsequenzen (z. B. verschlechterte Elastizität der Haut) haben.

Sonnenallergie

Bei einer Sonnenallergie entstehen durch die Wirkung der UV-haltigen Sonnenstrahlen Stoffe, die allergieähnliche Hauterscheinungen hervorrufen. Wärme, Rötung und Juckreiz sind die Folge. Daneben gibt es noch andere Krankheiten, die mit Sonnenlicht in Verbindung stehen, wie die sogenannte Mallorca-Akne. Sie tritt nach einem intensiven Sonnenbad auf, wenn stark fetthaltige Sonnenschutzmittel verwendet werden. Folgende Symptome können auftreten: Rötungen, Schwellung der Haut, Knötchen, Quaddeln, Bläschen und Juckreiz.