Baustart für den Bastionskronenpfad

13.05.2020 13:05

Am 18. Mai beginnen die Arbeiten am ersten Abschnitt des Bastionskronenpfades. Gebaut wird die Mauerkronenbrücke, die von der südwestlichen Ecke der Bastion Kilian über das Lauentor auf die Bastion Martin führt. Dort schließt sich in Verlängerung der Brücke eine Plattformkonstruktion an.

Visualisierung eines Platzes mit sich anschließender Brücke
Foto: Visualisierung des Einstiegs zum Bastionskronenpfad mit Mauerkronenbrücke Foto: © KLP Kummer Lubk Partner

Die Mauerkronenbrücke kann barrierefrei vom Plateau über den Kommandantengarten erreicht werden. Die Stahlkonstruktion ist rund 95 Meter lang und zwischen den Handläufen 2,50 Meter breit. In Verbindung mit der Plattform wird eine gute Nutzungsmöglichkeit für Buga-Besucher und Menschen mit eingeschränkter Mobilität geschaffen.
 

Visualisierung eines Platzes mit einer Treppe und einer Plattform
Foto: Visualisierung der Bastion Martin Foto: © KLP Kummer Lubk Partner

Die rund 62 Quadratmeter große Plattform entsteht auf dem östlichen Teil der Bastion Martin. Die Bastion selbst wird mit einer neuen Treppe an die Plattform angeschlossen. Die bereits vorhandene Spindeltreppe zu den Horchgängen wird neu an die Bastion angebunden. Die Plattform soll später die barrierefreie Verbindung zwischen Mauerkronenbrücke und Lauenturmbrücke herstellen, die zum zweiten Bauabschnitt gehört.

Die gesamten Bauwerke werden mit Handläufen ausgestattet, in denen eine LED-Beleuchtung installiert ist. Die Plattform wird zusätzlich durch eine Lichtstele ausgeleuchtet.

Das historische Mauerwerk wird für die Gründungsarbeiten behutsam rückgebaut und anschließend wieder fachgerecht geschlossen. Die Arbeiten werden bauhistorisch und archäologisch begleitet.

historische Aufnahme eines Straßenbaus
Foto: Mit dem Bau des Lauentors wurde die Bastion Martin vom Rest der Festungsanlage abgetrennt. Foto: © Stadtarchiv Erfurt

Mit dem Brückenbau wird die Bastion Martin nach rund einem Jahrhundert wieder an die Festungsanlage angebunden. Beim damaligen Bau des Lauentors wurden die Festungsmauern durchbrochen. Seitdem ist die Bastion Martin von der übrigen Festung getrennt. Die abgewinkelte Brücke zeichnet den ursprünglichen Verlauf der historischen Festungsmauer nach.

Während der Bauzeit wird das Lauentor zur Einbahnstraße für den stadteinwärtigen Verkehr in Richtung Domplatz. Die Umleitung stadtauswärts erfolgt über Andreasstraße, Moritzwallstraße, Schlüterstraße, Talstraße, Bergstraße, Blumenstraße, Albrechtstraße und Biereyestraße. Für bestimmte Arbeiten wie das Einheben der Brückenteile muss das Lauentor mehrmals kurzzeitig voll gesperrt werden.

Gebaut wird voraussichtlich bis April 2021. Die Baukosten in Höhe von rund vier Millionen Euro werden zu 90 Prozent mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) des Freistaats Thüringen gefördert.