Erfurt – die selbstbewusste

Portrait von Gunda Niemann-Stirnemann. Im Hintergrund der Dom zu Erfurt.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die wirtschaftliche Stärke, geistig-kulturelle Tradition und wechselvolle Geschichte der Stadt zogen schon in der Vergangenheit viele Persönlichkeiten an. Für Kaiser Friedrich I. Barbarossa sind im 12. Jahrhundert sechs Erfurtaufenthalte bezeugt. König Rudolf I. von Habsburg hielt 1289/90 in Erfurt Hof. Mit Meister Eckhart lebte und wirkte einer der bedeutendsten Mystiker in der Stadt. Martin Luther verbrachte seine prägenden Jahre an der Erfurter Universität und am Augustinerkloster.

Auch der Schwedenkönig Gustav II. Adolf erkannte Erfurts strategische Bedeutung und weilte 1631 und 1632 in der Stadt. Friedrich Schiller wohnte Ende des 18. Jahrhunderts der Aufführung seines Don Carlos bei. Zar Alexander I. von Russland traf sich anlässlich des Fürstenkongresses 1808 mit Napoleon in Erfurt. Namen wie Adam Ries, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder, Christoph Martin Wieland und Wilhelm von Humboldt sind eng mit der Geschichte Erfurts verbunden.

Auch in der Gegenwart wirkt die Metropole Thüringens ausstrahlend auf das Land und die Welt. Internationale Stars aus Musik und Show gastieren in der modernen Konzert- und Messehalle, Fernsehsendungen und Politik werden live aus Erfurt übertragen. Erfurts Sportler gehören zu den weltweit erfolgreichsten. Der Kinderkanal ist in Erfurt beheimatet und sendet bundesweit sein Programm.

Ein Beispiel vieler Standortvorteile der Landeshauptstadt ist auch der Umzug des Bundesarbeitsgerichts in die Mitte Deutschlands. Ob als Regierungssitz, Universitäts- und Messestadt, als Medien- und Wirtschaftsstandort, Sportstadt, Verkehrs- und Kulturzentrum oder als attraktive Einkaufsstadt – Erfurt zeigt sich selbstbewusst!

Der Erfurter habe Sinn für Eleganz, Duldung und Weite,
geistige Beweglichkeit und ein starkes Freiheitsbewusstsein.

Martin Wähler (1889–1953), Volkskundler und Historiker