Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016

Schwerpunktthema der Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016 war die Mobilität und der Verkehr in Erfurt.

Wortwolke: Die Darstellung zeigt Begriffe aus der Wohnungserhebung 2016, die in Größe und Farbe variieren.
Grafik: Wortwolke Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016 Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Darunter fallen die Bereiche ÖPNV, Fußgänger, Radverkehr, E-Mobilität, Fernbusse, die Verkehrsinfrastruktur sowie die Begegnungszone Innenstadt, zu denen die befragten Bürgerinnen und Bürger unter anderem das Nutzungsverhalten oder die Zufriedenheit angegeben sollten.

Als weiteres Thema wurde die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Stadtverwaltung Erfurt ergründet und wie sie die einzelnen Aspekte des Bürgerservice bewerten.

Weitere Themen waren die Zufriedenheit mit der Erfurter Trinkwasser, der Abfallkalender der Stadtwirtschaft, spezifische Fragen zum Thema Strom sowie die Erfurter Bäderlandschaft.

Insgesamt wurden 4.060 Bürgerinnen und Bürger, die ihren Hauptwohnsitz in Erfurt haben und volljährig sind, per Post angeschrieben und gebeten, den Fragebogen der Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016 auszufüllen. Die Auswahl der Bürgerinnen und Bürger erfolgte per zufälliger Stichprobe. Insgesamt haben sich 1.682 Befragte beteiligt und den Fragebogen ausgefüllt zurückgesandt (41,1 Prozent).

Nähere Informationen zu den Befragungsergebnissen können der folgenden ausgewählten Ergebnisübersicht oder dem nachfolgend zum Download bereitgestellten Ergebnisbericht zur Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016 entnommen werden.

An dieser Stelle gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich an der Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016 beteiligt haben, ein besonderer Dank.

Mobilität und Verkehr

Einzelne Aspekte aus dem Themengebiet Mobilität und Verkehr sind in Bürgerbefragungen häufig genannte Themenaspekte, wenn es um die Steigerung der Attraktivität der Stadt Erfurt geht. Es handelt sich hierbei um ein breites Spektrum an Infrastrukturen der Landeshauptstadt Erfurt. Hierunter verstehen sich klassische Aspekte wie der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), das Straßen-, Radwege- und Fußwegenetz sowie Parkmöglichkeiten, aber auch Angebote wie E-Mobilität, Car-Sharing, Fernbushalteplätze oder die Begegnungszone in der Innenstadt. Um weitere Erkenntnisse zu den genannten Aspekten für die zukünftige Entwicklung der Landeshauptstadt Erfurt zu gewinnen, wurde das Themengebiet Mobilität und Verkehr als Schwerpunktthema in die Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016 aufgenommen und die Erfurter Bürgerinnen und Bürger um ihre Einschätzung gebeten.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Der ÖPNV bildete einen Teilaspekt der Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016 innerhalb des Themenschwerpunktes Mobilität und Verkehr. Der ÖPNV wurde schon in vergangenen Wohnungs- und Haushaltserhebungen thematisiert und Schwerpunkte hierzu erfragt. In der Bürgerbefragung 2016 galt es, die Nutzung und Zufriedenheit mit dem ÖPNV zu erfragen. Hierzu sollten auch die bestehenden Tarifstrukturen bewertet werden.

Balkendiagramm, das sechs Möglichkeiten der Nutzungshäufigkeit beziehungsweise Nutzungsgelegenheiten aufzählt mit den dazugehörigen betroffenen Anteilen der Befragten
Grafik: Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)

Aus dem ÖPNV-Nutzungsverhalten der Erfurter wird ersichtlich, dass 23 Prozent der Befragten diesen regelmäßig für den Weg zur Arbeit oder Ausbildung in Anspruch nehmen, während 41 Prozent den ÖPNV zu Freizeitaktivitäten nutzen. Mit 44 Prozent gab ein Großteil der Befragten an, gelegentlich auf den ÖPNV zurückzugreifen und ein Fünftel gar nicht. In den Abendstunden wird der ÖPNV von 13 Prozent der Befragten genutzt und insgesamt gaben weitere sieben Prozent an, mit Bussen und Bahnen des ÖPNV nur in den Wintermonaten zu fahren. Ausgehend von diesem Nutzungsverhalten wurden die Befragten in regelmäßige (33 Prozent), gelegentliche (43 Prozent) und keine ÖPNV-Nutzer (24 Prozent) eingeteilt.

Balkendiagramm, das vier Verkehrszeiten des ÖPNV mit den dazugehörigen Anteilen der Zufriedenheit der Befragten wiedergibt
Grafik: Zufriedenheit mit der Taktfolge des ÖPNV Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Zufriedenheit mit der Taktfolge des ÖPNV

In den Hauptverkehrszeiten und im Tagesverkehr sind 86 bzw. 88 Prozent der Befragten zufrieden (sehr zufrieden bis zufrieden). Bei Verkehrszeiten an den Wochenenden und in den Abendstunden nimmt die Zufriedenheit der Befragten ab (56 bzw. 44 Prozent). Insbesondere stieg die geteilte Meinung (teils/teils) in diesen Bereichen an.

Balkendiagramm, das die Häufigkeit der Nutzung der vier angegebenen Tarifmöglichkeiten darstellt
Grafik: Nutzung der angebotenen Tarifstruktur Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Tarifnutzung

Der öffentliche Personennahverkehr der Landes­hauptstadt Erfurt bietet zahlreiche Tarifstrukturen an. Davon nutzt mehr als die Hälfte der Befragten (63 Prozent) bevorzugt Einzel- bzw. 4er-Fahrkarten. Mit circa einem Viertel bilden die Abo- bzw. Monatskarten die am zweitstärksten genutzte Tarifstruktur. Die Tages- bzw. Gruppenkarten dagegen haben mit nur zwei Prozent einen geringen Nutzerkreis unter den Erfurtern. Weitere neun Prozent der Befragten gaben an, eher mit anderen Tarifstrukturen zu fahren.

 

Fußgänger

Ein weiterer Teilaspekt im Themenschwerpunkt Mobilität und Verkehr war das Thema Fußgänger. Im Vordergrund standen dabei vor allem die Fußgängerfreundlichkeit und diesbezüglich Aspekte zur Ausgestaltung bzw. Verbesserung.

Kreisdiagramm, das die Meinungen der Befragten aufzeigt, ob die Stadt Erfurt fußgängerfreundlich ist, oder nicht
Grafik: Fußgängerfreundlichkeit der Stadt Erfurt Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Fußgängerfreundlichkeit der Stadt Erfurt

Fußgängerfreundlichkeit spielt im Stadtleben eine wichtige Rolle und trägt auch zum Wohlbefinden der Bürger bei.

81 Prozent der Befragten empfinden die Stadt Erfurt als fußgängerfreundlich. Lediglich zwölf Prozent bewerten Erfurt als nicht fußgängerfreundlich und weitere acht Prozent konnten hierzu keine Einschätzung abgeben.

Balkendiagramm, das neun Möglichkeiten aufzeigt, die die Fußgängerfreundlichkeit der Stadt Erfurt erhöhen könnten, mit zugehörigen Anteilen der Zustimmung der Befragten
Grafik: Wichtige Aspekte für mehr Fußgängerfreundlichkeit Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Wichtige Aspekte für mehr Fußgängerfreundlichkeit

63 Prozent der Befragten wünschen sich einen rücksichtsvolleren Umgang aller Verkehrsteilnehmer miteinander und 48 Prozent eine gute Qualität der Gehwegoberflächen. 41 Prozent möchten keine gemeinsame Führung von Radfahrern und Fußgängern auf dem selben Weg, während sich 38 Prozent der Befragten eine bessere Verhinderung des widerrechtlichen Parkens auf Fußgängerwegen wünschen. Mehr gesicherte Querungsmöglichkeiten wünschen sich 36 Prozent und fußgängerfreundlich geschaltete Lichtsignalanlagen sowie eine barrierefreie Gestaltung der Anlagen für Fußgänger wünschen sich 24 Prozent der Befragten.

Lediglich elf Prozent möchten, dass widerrechtliche Liefervorgänge auf Fußwegen verhindert werden und zehn Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich mehr Mischverkehrsflächen bzw. verkehrs­beruhigte Bereiche.

Radverkehr

In Bürgerbefragungen wird das Thema Radverkehr häufig als ausbaufähig bezeichnet, weshalb es in der Wohnungs- und Haushaltserhebung 2016 innerhalb des Themengebietes Mobilität und Verkehr aufgenommen wurde.

Kreisdiagramm: wie viel Prozent der Befragten besitzen ein E-Bike, welche keins
Grafik: Besitzen Sie ein E-Bike? Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

E-Bikes

Innerhalb des Themenkomplexes sollte aufgeklärt werden, wie viele der Befragten bereits ein E-Bike besitzen. E-Bikes besitzen einen Akku und einen Elektromotor, welcher den Radfahrer beim Fahren unterstützt.

Ein Großteil der Befragten (97 Prozent) besitzt kein E-Bike. Lediglich drei Prozent verfügen bereits über ein solches Fahrzeug.

Das Balkendiagramm ist untergliedert in die verschiedenen Häufigkeiten der Nutzung, jede dieser Möglichkeiten zeigt zwei Balken: einen für die Fahrradnutzung Frühjahr bis Herbst und einen für die Wintermonate.
Grafik: Fahrradnutzung Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Fahrradnutzung

Bei der Fragestellung, wie häufig die Erfurter/-innen das Fahrrad nutzen, wurde zwischen zwei Zeiträumen (Frühjahr bis Herbst und den Wintermonaten) differenziert.

Die Nutzung des Fahrrades fällt – wie zu erwarten – im Frühjahr bis Herbst deutlich höher aus als in den Wintermonaten. Insgesamt 14 Prozent der Erfurter/-innen nutzen das Fahrrad im Frühjahr bis Herbst täglich, im Winter sind es nur noch sechs Prozent. Zusammengefasst nutzen im Frühjahr bis Herbst etwa ein Drittel der Befragten das Fahrrad mehrmals die Woche bis täglich und weitere 35 Prozent nutzen das Fahrrad mehrmals im Monat bis ab und zu. 32 Prozent nutzen es in diesem Zeitraum hingegen selten bis gar nicht.

Vergleichend hierzu nutzen in den Wintermonaten lediglich 13 Prozent das Fahrrad mehrmals die Woche bis täglich und weitere 19 Prozent nutzen das Fahrrad mehrmals im Monat bis ab und zu. Somit fällt auch die seltene bzw. Nichtnutzung mit 69 Prozent vergleichsweise deutlich höher aus als im Zeitraum Frühjahr bis Herbst.

Auswertungshinweis
Auf Grundlage dieser Informationen wurde zur weiteren Auswertung in zwei verschiedene Nutzertypen unterschieden. Die "häufigen Sommer- und Winternutzer" (ganzjährige Radnutzer) sowie die "nur häufigen Sommernutzernutzer" (Frühjahr bis Herbst).

Das Balkendiagramm gliedert sich nach 4 Bereiche der Innenstadt. Jeder dieser Bereiche ist nochmals unterteilt in die Befragten insgesamt, Befragte, die ihr Fahrrad häufig ganzjährig nutzen und Befragte, die ihr Fahrrad häufig von Frühjahr bis Herbst nutzen. Die Balken geben an, wie zufrieden die jeweilige Befragtengruppe mit dem jeweiligen Innenstadtbereich ist.
Grafik: Zufriedenheit mit den Fahrradabstellmöglichkeiten Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Fahrradabstellmöglichkeiten

Die Befragten sollten angeben, wie zufrieden sie mit den Fahrradabstellmöglichkeiten allgemein in der Innenstadt und in den Bereichen  Anger und Bahnhof, Fischmarkt und Domplatz sowie in ihren Wohngebieten sind.

Die Einschätzung der Zufriedenheit mit den Fahrradabstellmöglichkeiten wurde im Gesamtergebnis über alle Befragten häufig mit "weiß nicht" beantwortet. Hierbei handelt es sich vermutlich um Befragte, die das Fahrrad eher gelegentlich bis gar nicht nutzen. Daher fand die Betrachtung der Zufriedenheitseinschätzung vergleichend auch hinsichtlich der häufigen Fahrradnutzer statt. Hiernach ist feststellbar, dass ca. 48 Prozent der häufigen Fahrradnutzer mit den Abstellmöglichkeiten auf dem Anger und Bahnhof zufrieden (sehr zufrieden bis zufrieden) sind. Weitere 24 bis 27 Prozent sind eher teilweise zufrieden und 16 bis 18 Prozent sind eher unzufrieden (unzufrieden bis sehr unzufrieden). Im Bereich Fischmarkt und Domplatz sind die häufigen Nutzer noch zu 28 bis 31 Prozent mit den Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zufrieden. Hinsichtlich der Abstellmöglichkeiten allgemein in der Innenstadt sind die Fahrradnutzer häufig geteilter Meinung und weniger zufrieden sind sie mit den Abstellmöglichkeiten im Wohngebiet.

Balkendiagramm, das zehn verschiedene Möglichkeiten zur Förderung des Radverkehrs in Erfurt angibt mit der jeweiligen Zustimmung von allen Befragten, Befragten, die ihr Rad nur von Frühjahr bis Herbst häufig nutzen und von häufigen Sommer- und Wintermonatennutzern
Grafik: Maßnahmen zur Förderung des Erfurter Radverkehrs nach Nutzertypen Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Förderung des Radverkehrs

Zur Förderung des Radverkehrs wurden den Befragten zehn Maßnahmen vorgeschlagen. Hieran sollten die Befragten bewerten, welche Maßnahmen sie für wesentlich halten, um den Radverkehr in Erfurt zu fördern. Dabei stimmten 67 Prozent der Befragten und 80 bis 87 Prozent der häufigen Fahrradnutzer für den zusätzlichen Ausbau von Radwegen. Weitere 43 Prozent der Befragten und 49 bis 56 Prozent der häufigen Radnutzer sind für das weitere Abmarkieren der Fahrradstreifen auf Gehwegen/Straßen. An dritter Stelle steht die weitere Ausweisung von Radwegen. 

E-Mobilität

Kreisdiagramm, das die Anteile derer aufzeigt, die sich ein Elektroauto anschaffen würden, die dies nicht tun würden und derer, die bereits ein Elektroauto besitzen
Grafik: Anschaffung eines Elektroautos Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Anschaffung eines Elektroautos

In den Medien, Politik und Industrie ist das Thema der Elektroautos in den letzten Jahren stetig präsenter geworden. Doch inwieweit können sich die Erfurterinnen und Erfurter vorstellen, ein Elektroauto anzuschaffen bzw. wie viele besitzen bereits ein Elektroauto?

Etwa 23 Prozent der Befragten gaben an, sich durchaus vorstellen zu können, ein Elektroauto anzuschaffen. Etwa 77 Prozent würden sich kein Elektroauto anschaffen wollen. Nur 0,3 Prozent der Befragten gab an, bereits ein Elektroauto zu besitzen.

In einem Balkendiagramm sind die möglichen Gründe, die gegen eine Anschaffung eines Elektroautos sprechen aufgelistet und zeigen die Anteile der Befragten, bei denen der jeweilige Grund zutraf.
Grafik: Gründe gegen die Anschaffung eines Elektroautos Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Gründe gegen die Anschaffung eines Elektroautos

Befragte, welche sich nicht vorstellen können ein Elektroauto anzuschaffen, sollten zudem angeben, welche Gründe für sie dagegen sprechen. Hierzu wurden sechs Antwortmöglichkeiten vorgegeben, von denen auch mehrere genannt werden konnten. Etwa 60 Prozent der Befragten wollen sich auf Grund zu hoher Anschaffungskosten und einer zu geringen Reichweite kein Elektroauto anschaffen. Weitere 46 Prozent haben Bedenken bezüglich der vorhandenen Ladeinfrastruktur. Lediglich zwölf Prozent benötigen generell kein Fahrzeug und neun Prozent besitzen keinen Führerschein und sehen daher von einem Kauf ab.

Fernbusse

Kreisdiagramm, das die Anteile der Befragten zeigt, die Fernbuslinien nutzen und derer, die dies nicht tun
Grafik: Nutzung von Fernbuslinien Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Nutzung von Fernbuslinien

Seit einigen Jahren besteht ein breiter werdendes und immer häufiger genutztes Angebot von Fernbuslinien.

27 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits Fernbuslinien genutzt haben. Gegenüber dem Gesamtergebnis ist jedoch interessanterweise festzustellen, dass von den 18- bis unter 24-Jährigen bereits 49 Prozent Fernbuslinien genutzt haben. Zudem geht eine etwas höhere Nutzung von Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro (39 Prozent) aus.

Balkendiagramm, das die Anteile der Befragten wiedergibt, die sich für eine der vier möglichen Haltestellen entschieden haben und derer, die nicht schlüssig sind
Grafik: Wo sollten Fernbusse Ihrer Meinung nach vorzugsweise in Erfurt halten? Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Haltestationen der Fernbuslinien

 

Auf die Frage, wo die Fernbusse in Erfurt halten sollten, antwortete mit 73 Prozent die deutliche Mehrheit "Bahnhof/Hauptbahnhof". Keine der anderen konkreten Antwortmöglichkeiten wurde von mehr als sieben Prozent gewählt. Zwölf Prozent der Befragten konnten hierzu keine Angaben machen.

Verkehrsinfrastruktur

Balkendiagramm, das fünf Infrastrukturbestandteile auflistet mit der jeweiligen Bewertung des Aufwandes den die Stadtverwaltung Erfurt in diesem Bereich betreibt
Grafik: Aufwand für Verkehrsinfrastruktur Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Bezüglich der Verkehrs­infrastruktur sollte ermittelt werden, ob nach Meinung der Befragten für diese ausreichend getan wird. Dabei gab, insbesondere in den Bereichen ÖPNV (80 Prozent) und Fußgängerverkehr (74 Prozent), ein Großteil an, dass ausreichend gemacht wird. Etwas mehr als die Hälfte (59 Prozent) denkt, dass für den motorisierten Verkehr ausreichend getan wird. Beim Fahrradverkehr und der Straßenunterhaltung ist die Mehrheit der Ansicht, dass zu wenig getan wird. 48 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass für den Fahrradverkehr zu wenig investiert wird, bei der Straßenunterhaltung sind es mehr als zwei Drittel (68 Prozent). Lediglich 23 Prozent schätzten die bisherige Straßenunterhaltung als ausreichend ein. Über alle Kategorien hinweg sind kaum Befragte der Meinung, dass zu viel in den einzelnen Bereichen getan wird.  

Begegnungszone Innenstadt

Der Titel "Begegnungszone Innenstadt" bezeichnet die Kernidee des Verkehrsentwicklungsplanes Teil Innenstadt. Dieser sieht vor, dass der an die Fußgängerzone grenzende Bereich auch in Zukunft Fußgängern Vorrang gewähren soll. Trotz einer weiteren geplanten Verkehrsberuhigung soll die Erreichbarkeit mit Fahrzeugen bestehen bleiben.

Darstellung der Anteile derer, die die Begnungszone kennen oder nicht, in einem Kreisdiagramm.
Grafik: Begegnungszone Innenstadt - Bekanntheit Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Bekanntheit

Die Begegnungszone Innenstadt ist bei 44 Prozent aller Befragten bekannt. Bei den Bewohnern der Innenstadt sind es 50 Prozent, die den Begriff Begegnungszone kennen. Mit dem steigenden Alter nimmt die Bekanntheit der Begegnungszone Innenstadt zu. Kennen 71 Prozent der unter 35-Jährigen die Begegnungszone noch nicht, so sind es bei den 35- bis unter 55-Jährigen 55 Prozent und bei den 55-Jährigen und älteren 42 Prozent, die die Begegnungszone nicht kennen.

zwei Balkendiagramme, die die Anteile der einzelnen Bewertungen aufzeigen: das obere gibt die Bewertung der Befragten, die in der Innenstadt wohnen wieder, das untere die Bewertung aller Befragten
Grafik: Beurteilung der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Beurteilung des Vorhabens

Die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt sollte von den Befragten aus deren Sicht eingeschätzt werden. Die Befragten, die wohnhaft in der Innenstadt sind, wurden hierbei gesondert betrachtet und mit der Gesamtheit der Befragten verglichen, um eventuelle Unterschiede feststellen zu können.

51 Prozent der Befragten in Erfurt bewerten die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt als gut(sehr gut bis gut). Bewohner der Innenstadt bewerten diese mit 54 Prozent nur leicht besser. Etwa ein Drittel ist geteilter Meinung. Hingegen empfinden nur 12 bis 16 Prozent die Verkehrsberuhigung nicht gut  (weniger gut bis nicht gut).

Stadtverwaltung

Streifendiagramm, das die verschiedenen Stufen der Zufriedenheit der Befragten mit der Arbeit der Stadtverwaltung prozentual wiedergibt
Grafik: Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtverwaltung Erfurt Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtverwaltung Erfurt

Die Stadtverwaltung Erfurt hat ein umfangreiches Aufgabenspektrum zu bewältigen. Dieses beinhaltet einerseits Aufgaben, die direkt eine positive Wirkung auf den Bürger sowie seine Lebensqualität ausüben, ihn beraten und informieren sollen. Andererseits hat die Verwaltung aber auch Sorge dafür zu tragen, dass gesetzliche Regelungen für den einzelnen Bürger und die Allgemeinheit eingehalten werden. Gleichwohl dieses zweiseitigen Arbeitsspektrums ist nahezu die Hälfte (46 Prozent) der Befragten mit der Arbeit der Stadtverwaltung zufrieden (sehr zufrieden bis zufrieden). 38 Prozent der Bürger sind eher unschlüssig und bewerten die Arbeit der Stadtverwaltung mit teils/teils, während lediglich zehn Prozent der Befragten gänzlich unzufrieden mit der Verwaltung sind(unzufrieden bis sehr unzufrieden).

Balkendiagramm, dass die Einschätzung der Befragten einerseits über das Ansehen der Stadtverwaltung Erfurt allgemein in der Öffentlichkeit und andererseits über ihre eigene Sichtweise wiedergibt.
Grafik: Einschätzung des Ansehens der Stadtverwaltung Erfurt Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Einschätzung des Ansehens der Stadtverwaltung Erfurt

Bei der Frage, welches Ansehen die Stadtverwaltung Erfurt beim Befragten selbst hat, gaben 55 Prozent der Befragten an, zufrieden (sehr gut bis gut) mit der Stadtverwaltung zu sein, während lediglich acht Prozent der Fälle das Ansehen der Stadtverwaltung als schlecht (schlecht bis sehr schlecht) empfanden. 37 Prozent der Befragten konnten das Ansehen der Stadtverwaltung weder positiv noch negativ bewerten und vergaben daher ein "teils/teils". Vergleicht man die persönlichen Einschätzungen der Befragten jedoch mit dem vermuteten Ansehen der Stadtverwaltung in der Bevölkerung ist deutlich zu erkennen, dass die Zufriedenheit der Bevölkerung durchschnittlich schlechter eingeschätzt wird, als es der Befragte selbst tatsächlich ist.

Balkendiagramm, dass die Einschätzung der Befragten bezüglich der fünf aufgeführten Aspekte der Stadtverwaltung wiedergibt
Grafik: Zufriedenheit mit der Stadtverwaltung Erfurt im Hinblick auf bestimmte Gegebenheiten Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Zufriedenheit mit der Stadtverwaltung Erfurt im Hinblick auf bestimmte Gegebenheiten

Von den vorgegebenen Aspekten erzielten die Öffnungszeiten mit einer Zustimmung von 67 Prozent der Befragten die größte Zufriedenheit (sehr zufrieden bis zufrieden), gefolgt von der Erreichbarkeit der einzelnen Ämter, die mit 51 Prozent Zufriedenheit (sehr zufrieden bis zufrieden) eingestuft wurde. Die Bürgernähe trifft mit 50 Prozent ebenfalls auf Zufriedenheit. Mit der Wirksamkeit der Arbeit insgesamt hält sich die Zufriedenheit der Bürger mit 41 Prozent in Grenzen. Die größte Unzufriedenheit besteht bei der Verständlichkeit der Formulare. Während der Anteil der Unzufriedenheit (unzufrieden bis sehr unzufrieden) bei den ersten vier aufgezeigten Aspekten mit neun bis elf Prozent ungefähr gleichbleibend ist, macht die Unzufriedenheit bei den Formularen fast ein Viertel aus.

Balkendiagramm, das die Zufriedenheit der Befragten mit den sechs aufgeführten Aspekten des Bürgerservices der Stadtverwaltung Erfurt wiedergibt.
Grafik: Zufriedenheit mit dem letzten Besuch bei der Stadtverwaltung Erfurt im Hinblick auf verschiedene Gegebenheiten Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Zufriedenheit mit dem letzten Besuch bei der Stadtverwaltung Erfurt im Hinblick auf verschiedene Gegebenheiten

Ausgehend vom letzten Besuch der Befragten schnitten Räumlichkeiten, wie Warteräume und Hinweisschilder sowie die Bearbeitungszeiten bei der Bewertung der Befragten sehr gut ab. Mehr als drei Viertel der Befragten sind damit sehr zufrieden bis zufrieden. Auch die persönliche Behandlung mit 80 Prozent und die fachliche Beratung mit 74 Prozent Zufriedenheit (sehr zufrieden bis zufrieden) erfahren hier großes Lob. 66 Prozent sind mit den Wartezeiten zufrieden (sehr zufrieden bis zufrieden). 

Nimmt man nun Bezug zur anfänglichen Frage nach der Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtverwaltung Erfurt, so stellt man fest, dass die Bürger hier zwar geteilter Meinung waren, aber trotzdem im Schnitt drei von vier Bürgern beim letzten Besuch eines Amtes sehr zufrieden bis zufrieden waren.

Trinkwasser

Kreisdiagramm, das anteilmäßig die Zufriedenheit der Befragten mit dem Erfurter Trinkwasser wiedergibt.
Grafik: Zufriedenheit mit dem Erfurter Trinkwasser Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Zufriedenheit mit dem Erfurter Trinkwasser

Mit der Qualität des Trinkwassers sind 30 Prozent der Befragten sehr zufrieden und 49 Prozent zufrieden. Elf Prozent der Probanden sind weniger zufrieden bzw. unzufrieden mit dem Trinkwasser, zwölf Prozent bewerteten die Trinkwasserqualität mit teils/teils.

Ein sehr geringer Anteil von unter einem Prozent der Umfrageteilnehmer hat die Frage nicht beantwortet. Diese Antwortausfälle wurden bei der Auswertung des Diagramms nicht berücksichtigt.

Energie

Kreisdiagramm, das anteilmäßig wiedergibt, ob die Befragten eher einen verbalen Kundenservice, einen online Kundenservice, beides oder keinen von beiden bevorzugen würden.
Grafik: Bevorzugte Nutzung des Kundenservice bei SWE Energie GmbH Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Bevorzugte Nutzung des Kundenservice bei SWE Energie GmbH

Die Fragestellung nach dem Kundenservice der SWE Energie GmbH sollte aufzeigen, welche der angebotenen Service-Arten von den Befragten bevorzugt werden. Den größten Zuspruch erhielt der verbale Kundenservice. Insgesamt präferierten 69 Prozent der Befragten den verbalen Kundenservice (persönlich und telefonisch). Der Online-Service steht mit 19 Prozent an zweiter Stelle. Lediglich vier Prozent der Befragten würden beide Kontaktformen wählen und acht Prozent machten keine Angaben.

Befragte ab 65 Jahren bevorzugen hierbei etwas geringfügiger den Online-Kontakt. Weiterhin ist feststellbar, dass Vollerwerbstätige, Befragte mit höherem Bildungsstand und besser Verdienende den reinen Online-Kontakt eher bevorzugen.

Bäder

Balkendiagramm, das für jede Einrichtung mit einem Balken den Anteil der seltenen Badbesucher und mit einem zweiten Balken den Anteil der häufigen Badbesucher unter den Befragten aufzeigt.
Grafik: Besuchte Bäder der Befragten Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Besuchte Bäder der Befragten

Die Roland-Matthes-Schwimmhalle wird sowohl von den häufigen bzw. regelmäßigen Bädernutzern als auch insgesamt am häufigsten besucht. Auf dem zweiten Rang folgt das Nordbad mit 53 Prozent der häufigen bzw. regelmäßigen Nutzer und 36 Prozent aller Befragten. Mit 21 Prozent (häufige Nutzer) bzw. 13 Prozent (insgesamt)  erfährt das Freibad Möbisburg von den Erfurter Bädern die geringste Nutzung.

Balkendiagramm, das zu jeder der sechs Altersgruppen die prozentuale Verteilung von seltenen und häufigen Badnutzern aufzeigt.
Grafik: Badnutzung nach dem Alter Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Badnutzung nach dem Alter

Bei der Betrachtung der verschiedenen Altersgruppen wird in erster Linie deutlich, dass die häufige Bädernutzung mit steigendem Alter nachlässt. Die häufigste Nutzung ist im Altersbereich von 25 bis 34 Jahren feststellbar. Ab einem Alter von 45 Jahren kippt das Verhältnis zwischen häufigen und seltenen Nutzern.

Säulendiagramm, dass die Verteilung der verschiedenen Altersgruppen auf die einzelnen Erfurter Bäder aufzeigt. Bei jedem aufgeführten Bad ist der Durchschnitt der prozentualen Besucherzahl als Querstrich vor den Säulen erkennbar.
Grafik: Bäderbesuch nach Einrichtung und Alter Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Bäderbesuch nach Einrichtung und Alter

Beim Vergleich der einzelnen Erfurter Bäder wird die Roland-Matthes-Schwimmhalle vergleichsweise häufiger von Besuchern im Alter von 25 bis 54 Jahren, vor allem aber von Besuchern zwischen 35 und 54 Jahren, aufgesucht. Im Bereich der Schwimmhalle Johannesplatz sind die häufigsten Badegäste zwischen 18 und 34 Jahren alt. Das Strandbad Stotternheim wird vorzugsweise von Befragten unter 45 Jahren besucht, das Nordbad vor allem von jungen Erwachsenen. Das Freibad Möbisburg wird hingegen eher von Probanden zwischen 35 und 44 Jahren und das Dreienbrunnenbad durch Besucher zwischen 25 und 44 Jahren präferiert. Insbesondere die Jungerwachsenen unter 25 Jahren nutzen das Freibad Möbisburg und das Dreienbrunnenbad weniger.

Balkendiagramm, das die Zufriedenheit der Befragten mit den Öffnungszeiten, der Ausstattung und den Angeboten der Erfurter Bäder wiedergibt
Grafik: Beurteilung der Öffnungszeiten, Ausstattung und Angebote der Erfurter Bäder Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Beurteilung der Öffnungszeiten, Ausstattung und Angebote der Erfurter Bäder

Der Großteil der Befragten ist mit den Öffnungszeiten (58 Prozent), der Ausstattung (52 Prozent) und den Angeboten (52 Prozent) der Erfurter Bäder zufrieden (sehr zufrieden bis zufrieden). Die Unzufriedenheit (unzufrieden bis sehr unzufrieden) liegt bei maximal sieben Prozent.

Balkendiagramm, dass prozentual das Interesse der Befragten an den neun aufgeführten Kursangeboten der Erfurter Bäder aufzeigt
Grafik: Interesse an Kursangeboten der Erfurter Bäder Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Interesse an Kursangeboten der Erfurter Bäder

Sowohl die Wassergymnastik als auch Aqua-Fitness stechen mit jeweils circa 20 Prozent als klare Favoriten heraus. Jeweils zehn Prozent der Befragten haben ein besonderes Interesse an Aqua-Jogging und Kinderschwimmkursen. Danach folgen Kleinkindkurse mit neun Prozent, Babyschwimmen mit sechs Prozent und Erwachsenenschwimmkurse sowie Aqua-Cycling mit jeweils fünf Prozent. Auf dem letzten Rang befindet sich mit vier Prozent das Schwangerenschwimmen.

Bericht zum Download